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PORTRAIT
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in keine Schublade stecken lässt, der aber
auch kein Freund des Schubladendenkens
ist.
Nicht nur Sport und Mode machen
Willy Bogner berühmt – er gilt als
einer der besten Ski-Kameramänner
der Welt. 1968 gründete er seine eigene
Filmproduktionsfi rma. Nachdem er bereits
1960 mit einem Film über
die Olympischen Winterspiele
in Squaw Valley
aufgefallen war, fand sein
Dokumentarstreifen „Ski
Faszination“ vier Jahre
später internationale Anerkennung.
Keiner drehte
so tollkühne Action-Aufnahmen
wie er. Viermal
ging er für James-Bond-Streifen auf die Piste
(„Im Geheimdienst ihrer Majestät“, „Der Spion,
der mich liebte“, „In tödlicher Mission“, „Im
Angesicht des Todes“). „Feuer und Eis“ (1986)
gilt bis heute als der erfolgreichste Sportfi lm,
der je in die Kinos kam. 1990 folgte „Feuer, Eis
& Dynamit“ mit Roger Moore in der Hauptrolle.
Als erster Deutscher wagte sich Willy Bogner
1998 mit dem Film „Ski to the Max“ an das gigantische
Imax-Format. Insgesamt produ-
zierte Bogner über 35 Filme, wobei er
meist auch Buch, Regie und Kamera
übernahm.
Zuletzt drehte er 2007 den erfolgreichen Bewerbungsfi
lm des russischen Skiorts Sotchi
für die Olympischen Winterspiele 2014. Während
der ISPO im Februar in München präsentierte
er seinen neuesten Coup: Einen Film
in 5D. Wieder einmal
bringt Bogner damit alle
zum Staunen. 3D-Filme,
die ein räumliches Sehen
möglich machen, kennen
wir alle – aber 5D? „Ich
habe Geschwindigkeit,
also das Zeitelement hinzugefügt“,
sagt Bogner.
Und dann das 360-Grad-
Erlebnis. „Der Zuschauer hat sozusagen auch
Augen im Hinterkopf und ist mittendrin im Geschehen.“
Gedreht wurde der Film im Januar
im Engadin, zusammen mit einem 35-köpfi gen
Team. Darunter auch Skistar Markus Wasmeier.
Für den Film ließ Bogner ein 360-Grad-Kino
aufbauen. Demnächst soll der Film erneut gezeigt
werden - diesmal allerdings für ein breiteres
Publikum.