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Konkret bedeutet dies etwa, dass nicht nur
die „Produzenten“ der Emissionen (vor allem
die Industrieländer) vom anthropogen
verursachten Temperaturanstieg betroffen
sind, sondern z.b. auch die Entwicklungsländer.
Dieses Problem wird sich in zukunft
noch weiter durch die rasante wirtschaftliche
Entwicklung von schwellenländern wie
china oder Indien verschärfen, da deren
Entwicklung mit einer weiteren Verschärfung
des Treibhauseffektes einhergeht.
Der ökologische Fußabdruck ist hierbei ein
gutes Instrument um zu zeigen, wie sehr
wir bereits über unsere Verhältnisse leben.
Danach „verbraucht“ die menschheit derzeit
1,2 Erden – mit deutlichen regionalen
Unterschieden. Es ist offensichtlich, dass
dies nicht lange gut gehen kann.
Was wir am dringlichsten lernen müssen,
ist das vernetzte Denken – dies gilt sowohl
für die räumlichen als auch für die sachlichen
zusammenhänge. auch wenn es etwas
plakativ klingt: Globale Probleme wie
T R E N D G U I D E F R E E 1 / 2 0 1 1
der Klimawandel können nur durch globale
maßnahmen und Konzepte gelöst werden,
die aber regional bzw. lokal umgesetzt und
gelebt werden müssen.
Tourismus
Ich beschäftige mich im Rahmen meiner
Forschungen zum globalen Wandel vor
allem mit Fragen der Nachhaltigkeit im
Tourismus. hierbei gilt es, vor allem die
zusammenhänge zu erkennen, die für
bestimmte Entwicklungen verantwortlich
sind. außerdem geht es in meinen arbeiten
darum, wie touristische Destinationen mit
den Folgen des Klimawandels umgehen
können. Folglich würde ich mir wünschen,
wenn meine arbeiten einen beitrag dazu
leisten, einen zukunftsorientierten Tourismus
zu entwickeln, wobei mein credo ist,
dass dies für jede touristische Destination
und ihre akteure wie beherbergungsbetriebe,
bergbahnen oder Einrichtungen wie
Golfplätze oder schwimmbäder individuell
erfolgen muss. juergen.schmude@geographie.uni-muenchen.de
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