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F R E E G E S C h I C h T E
Bobo und
Mrs. Jones
B
obo und Mrs. Jones sind zwar Freunde,
könnten jedoch unterschiedlicher
nicht sein. Mrs. Jones ist eine superreiche und
sehr umweltbewusste Amerikanerin, geprägt
durch die 68er Jahre. Sie zählt zu einer der erfolgreichsten
und angesehenen Damen ihres
Landes. Bobo dagegen ist quirlig, fünfzehn
Jahre jung und aus bürgerlichen Verhältnissen.
Seit seinem Autounfall fährt er am liebsten
mit seinem reiselustigen Onkel Luigi im
500er Fiat mit.
Mrs. Jones dagegen reist Aufsehen erregend
mit ihrem Cabriolet quer durch Europa. Wie
es der Zufall so wollte, lernten sich Bobo und
Mrs. Jones bei einem Zwischenstopp an der
ersten italienischen Autobahnraststätte am
Brenner kennen. Für Insider hat es Kultstatus,
dort seinen ersten typischen italienischen Espresso
für nur 1 Euro zu trinken. Klar, dass es
dort meist sehr voll ist, da viele diese günstige
Gelegenheit nutzen wollen.
Onkel Luigi mit seiner unfehlbaren Trefferquote
für außergewöhnliche Frauen fiel Mrs.
Jones gleich durch ihr schneidiges Einparken
direkt neben seinem Auto auf. Leicht irritiert,
seinem italienischen Charme jedoch treu,
grüßte er die Lady beim Aussteigen. „Mmmh
molto bene“, zollte er mit Hilfe der typischen
italienischen Handbewegung Anerkennung.
Mrs. Jones glaubte, das Kompliment gelte ihr
und hauchte ein charmantes „Gracie“ zurück.
Dabei entging ihr zunächst Luigis Blick, der
weiterhin bewundernd das Cabriolet musterte.
Nach kurzer Konversation hinkte sie mit
ihren beiden Krücken in Richtung Toilette.
Als Mrs. Jones froh gelaunt und ohne ihre
Gehhilfen die Toilette verließ, schnappte sich
Bobo diese und brauste in seinem Rollstuhl
hinter ihr her und rief dabei: „Hallooooo,
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